Jun 26, 2017 Last Updated 10:10 AM, Dec 12, 2016

Wie hoch sind die Kosten für das Verfahren?

Im Zivilverfahren verursacht ein Prozesstag von neun Stunden für BAWAG P.S.K. und die Stadt Linz jeweils tarifliche Kost...

Hat die Stadt Linz den Swap nicht verstanden?

Die wechselseitigen Zahlungsverpflichtungen aus dem Swap 4175 konnten zu jedem Zeitpunkt für jedes Kursniveau errechnet ...

Wieso wurde Bürgermeister Klaus Luger als Partei g…

Der Stadt Linz wurde vom Gericht aufgetragen,  Dokumente vorzulegen. Konkret handelt es sich  um Aufsichtsratsprotokolle...

Was sind die Hauptargumente der BAWAG P.S.K. in de…

Die Stadt Linz hat ein Geschäft zur Optimierung ihrer Zinslast gewünscht – und keine bloße „Absicherung“. Das gewählte O...

Gibt es noch Chancen auf einen Vergleich?

Die BAWAG P.S.K.  ist weiterhin an einer außergerichtlichen Einigung mit der Stadt Linz interessiert, aber auch  – wenn ...

Warum entschlägt sich der ehemalige Finanzdirektor…

Die Stadt Linz führt seit Februar 2012 ein Disziplinarverfahren gegen Werner Penn wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Doku...

Was ist die Aufgabe des Sonder-Kontrollausschusses…

Im Mai 2011 wurde von der Stadt Linz ein eigener Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der politischen Verantwortlichkei...

Hat die Stadt Linz nur einen Swap abgeschlossen?

Der gerichtsanhängige Swap 4175 war nicht das erste und einzige Finanztermingeschäft der Stadt Linz. Im September 2006 -...

Wie funktionierte Swap 4175?

Die BAWAG P.S.K. übernahm das Zinsrisiko für die Frankenanleihe bis zum sogenannten „Strike“ bei einem Kurs von 1,54 zum...

Warum dauert das Verfahren so lange?

Die Stadt Linz hat mit zahlreichen Fristerstreckungsanträgen, sowie Ablehnungsanträgen gegen Laienrichter und Sachverstä...

Führungswechsel nach Krach in der SPÖ Oberösterreich

Hektische Personalrochaden in der SPÖ Oberösterreich: Grund dafür war der Linzer Bürgermeister Klaus Luger, der am 15. Jänner überraschend alle Parteiämter zurücklegte. Damit reagierte er offenbar auf die Abberufung von SPÖ-Landesgeschäftsführer Peter Binder durch den Parteivorsitzenden Reinhold Entholzer. Luger ungewohnt kritisch: "Ich finde mich in den Führungsgremien nicht wieder." Binder wurde das enttäuschende Wahlergebnis im September 2015 angelastet. Er wurde durch Sabine Schatz abgelöst.

Die heftige Kritik von Luger führte beim Landesparteitag am Wochenende zu intensiven Debatten - mit der Folge, dass auch der SPÖ-Landesparteichef Reinhold Entholzer den Vorsitz zurücklegte. Auch seinen Posten als Landesrat will er nun rasch aufgeben und voraussichtlich nach 15 Jahren von seinem Rückkehrrecht zu den ÖBB Gebrauch machen.

Nach hektischen Beratungen aufgrund der Rücktrittswelle einigte sich die SPÖ Oberösterreich auf ein SPÖ-Urgestein: Arbeiterkammer OÖ-Chef Johann Kalliauer, 62, auch Chef des ÖGB OÖ, wurde in Folge zum Spitzenkandidaten gekürt. Er wurde am Parteitag mit 91,3 % der Stimmen gewählt.

Quellen:
Wiener Zeitung, 15.01.2016: Grabenkämpfe in der SPÖ Oberösterreich
Der Standard, 15.01.2016: Klaus Luger legt SPÖ-Funktion zurück
Die Presse, 16.01.2016: Nach Chaos in SPÖ Oberösterreich: Kalliauer neuer Parteichef
Kleine Zeitung, 18.01.2016: Oberösterreichs Ex-SPÖ-Chef Entholzer zieht sich komplett zurück

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  • Krisensitzung in Linz zu Swap-Gutachten

    Nach der Vorlage des Expertengutachtens zum Swap 4175 hat der Linzer Bürgermeister Klaus Luger für Montag, den 08. August den Swap-Lenkungsausschuss einberufen. Dort sollen die Anwälte eine genaue Analyse des Gutachtens abliefern, berichtet die Kronen Zeitung, um den Stadt-Verantwortlichen eine Basis für ihre Beratung zu liefern. Laut Zeitung hadert der Linzer Stadtchef mit zentralen Passagen des Gutachtens: "Es ist schwer verständlich, dass dieser Swap ein Instrument der Optimierung der Zinsendienste gewesen sein soll. Die Gutachter hegen auch Zweifel an der seriösen Beratung durch die Bawag."

    Die Gutachter schreiben wie berichtet in ihrer Expertise, das Produkt sei "handelsüblich" und "durchaus beherrschbar" gewesen. BAWAG P.S.K-Chefjurist Alexander Schall: "Wir sehen uns in allen zentralen Streitpunkten bestätigt." Der Linzer Bürgermeister hält dagegen: "Weder die Rechtsposition der Bank, noch die der Stadt ist vollkommen bestätigt worden." Laut OÖN sehen die Gutachter den Schaden vor allem durch das fehlende Risikomanagement auf Linzer Seite verursacht. Das Risiko des Swap sei vor Abschluss mit geringem Aufwand abschätzbar gewesen. Die Stadt Linz verweist hingegen auf den negativen Marktwert des Produktes am Beginn.

    Bis 10. Oktober hat Richter Andreas Pablik den beiden Streitparteien laut Volksblatt Zeit gegeben, um eine Stellungnahme zu dem Gutachten abzugeben bzw. Ergänzungswünsche einzureichen. Erst dann wird der weitere Prozess-Fahrplan festgelegt. Ob es in der Zwischenzeit Vergleichsgespräche zwischen Stadt Linz und BAWAG P.S.K. gibt, ist noch offen. Von der BAWAG hieß es laut Volksblatt: "Wir haben immer betont, dass wir an einer außergerichtlichen Einigung mit der Stadt Linz interessiert sind, aber wenn erforderlich auch bereit, einen langwierigen Rechtsstreit über alle Instanzen auszufechten. Dies ist so nach wie vor aufrecht." Von Bürgermeister Luger hieß es: ""Für Vergleichsverhandlungen ist ein politisches Mandat notwendig". Dieses könnte am Montag eingeholt werden. 

    Indes kocht in Linz bereits ein neuer Konflikt auf: ÖVP-Stadtparteiobmann Bernhard Baier beklagte am Montag die "unprofessionelle" Informationspolitik des SP-Bürgermeisters. Man habe nur einen Teil der Unterlagen erhalten und erst nach Medienberichten. Für die Sitzung am Montag hofft er auf eine fundierte Analyse und eine Einigung auf eine rasche Lösung: "Zweckoptimismus und Schönfärberei sind jedenfalls in der aktuellen Lage völlig unangebracht."

    Quellen:
    Neues Volksblatt, 04.08.2016: Bawag empfiehlt Linz Verhandlungen
    Neues Volksblatt, 04.08.2016: Övp verlangt Offenlegung aller Papiere und Stellungnahme der Rechtsanwälte
    Kronen Zeitung, 04.08.2016: Swap-Nachdenkpause in Linz
    OÖN, 04.08.2016: Swap: 114 Millionen Tagesverlust und Mayrs bleibender Eindruck

     

     

  • Swap-Verfahren kosteten Stadt Linz schon 4,63 Millionen Euro

    Anwaltskosten lasten schwer: Bisher 2,84 Millionen Euro fällig

    Der Streit um die Rückerstattung der Anwaltskosten von Ex-Finanzdirektor Werner Penn rückt nun auch die anderen Kosten für die Stadt Linz wieder ins Licht der medialen Aufmerksamkeit.  Wie die OÖN am 20.07.2016 berichten, musste die Stadt Linz bisher 4,63 Mio. Euro an Kosten aufwenden – davon laut eigenen Aussagen 2,84 Millionen für Anwaltskosten.

    Für Gutachten, Analysen und Bewertungen zahlte die Stadt Linz bereits 493.034 Euro, für das gescheiterte Mediationsverfahren zwischen der Stadt Linz und der BAWAG P.S.K 135.036 Euro. Hinzu kommen die Kosten für das in Kürze zu erwartende Wystup/Schmidt-Gutachten zum Swap – mindestens 687.000 Euro. An Gerichtskosten sind bisher laut Finanzreferent Forstleitner fast eine Million Euro aufgelaufen, wenn die Stadt Linz das Swap-Zivilverfahren verliert, muss es auch für diese aufkommen.

    Für besondere Aufregung sorgen momentan 83.966 Euro, die die Stadt als Anwaltskosten-Ersatz an den ehemaligen Stadt-Finanzdirektor Werner Penn zahlt. Zudem sei noch nicht entschieden, ob weitere Rückerstattungen der Anwaltskosten an Ex-Finanzstadtrat Johann Mayr und Alt-Bürgermeister Franz Dobusch von der Stadt Linz eingefordert werden.

    Quelle: Oberösterreichische Nachrichten, 20.07.2016: Swap-Verfahren kosteten schon 4,63 Millionen Euro

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    Zudem wurde von der SPÖ-FPÖ-Koalition im Stadtsenat beschlossen, dass auch Ex-Finanzchef Werner Penn ein Drittel der angefallenen Anwaltskosten zurückerstattet bekommt. Die Linzer ÖVP äußert dazu Bedenken und fordert das Aussetzen des Be-schlusses: Dieser entspreche nicht den gesetzlichen Erfordernissen. Ein erneuter finanzieller Schaden für die Stadt drohe dadurch zu entstehen.

    Im Zusammenhang mit finanziellen Schäden der Stadt Linz wird es auch in wenigen Tagen spannend: Ein Gutachten der BAWAG P.S.K. über den angefallenen Schaden durch die Swap-Causa wird erwartet.

    Quelle: Neues Volksblatt, 15.07.2016: „Linzer SPÖ zahlte Dobusch Anwalt

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    Die Swap-Affäre in Linz beschäftigt nicht nur das Wiener Handelsgericht, sondern auch die Gerichte in Linz. Medienberichten zufolge kommt nun wieder Bewegung in die Aufarbeitung der Swap-Causa am Landesverwaltungsgericht Linz. Konkret geht es um ein Disziplinarverfahren gegen den Ex-Finanzdirektor Werner Penn: Penn hatte im Februar 2007 den umstrittenen Swap-Vertrag unterzeichnet - allerdings ohne speziellen Gemeinderatsbeschluss. Penn verweist im Gegenzug auf eine recht allgemeine Ermächtigung, für seinen Ex-Arbeitgeber aber zu wenig für ein Geschäft, das der Stadt nunmehr bis zu 600 Millionen Euro kosten könnte.

    Quelle:
    Kronen Zeitung, 24.05.2016: Swap-Prozess geht auch am Verwaltungsgericht weiter

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    Am Dienstag wurde der jahrelange Rechtsstreit zwischen der Niederösterreichischen Landeshauptstadt und der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien um ein misslungenes Spekulationsgeschäft (Franken-Swap) nach einer Einigung der Parteien beigelegt. Man habe sich auf einen außergerichtlichen Vergleich geeinigt: St. Pölten zahle der Bank ca. die Hälfte der eingeklagten Summe von 67 Millionen Euro. Laut Medienberichten summiere sich der Gesamtschaden der Stadt dadurch auf eine Gesamtsumme von ca. 45 Millionen Euro.
    Ein ähnlicher Rechtsstreit spielt sich zwischen der Bawag P.S.K. und der Stadt Linz ab. In diesem Fall gehe es allerdings um wesentlich mehr Geld. Für die Stadt Linz sollen sich die Kosten bereits auf mehr als 593 Millionen Euro belaufen, berichtete die Wiener Zeitung.

    Wie es in Linz weiter geht ist nach wie vor offen
    Die Bawag P.S.K. steht einem Vergleich offen gegenüber: „Nach dem Immofinanz-Vergleich und dem Hypo-Vergleich der Republik mit Bayern zeigt auch St. Pölten, dass so große Streitigkeiten nicht vor einem Gericht, sondern zwischen den Parteien entschieden werden sollten“, so die Bawag P.S.K. zur aktuellen Situation. Für Bürgermeister Luger stehen zwar „die Türen offen“, allerdings gibt es nach wie vor keinen Gemeinderatsbeschluss für ernsthafte Vergleichsgespräche. Die Bawag P.S.K. sagt zum weiteren Vorgehen: "Soweit wir das St. Pöltner Modell verstehen, ist es aus unserer Sicht ein möglicher Ausgangspunkt für ernste Vergleichsgespräche mit der Stadt Linz. Wir sind jederzeit dazu bereit."

    Quellen:
    Wiener Zeitung, 27.01.2016: St. Pölten rüttelt Linz und Bawag im Swap-Streit auf
    Kurier, 27.01.2016: Gemeinderat beschließt Vergleich im Swap-Streit
    Der Börsianer, 27.01.2016: St. Pölten und RLB NÖ-Wien vor Vergleich

Letzte Änderung am Dienstag, 19 Januar 2016 10:15